Das Handy der Zukunft und der 6. Sinn

Das Handy der Zukunft und der 6. Sinn

Zuletzt aktualisiert am 23. März 2011 um 20:15

Ohne die legendären TED-Talks wäre Internet-Fernsehen nur halb so spannend. Im Februar 2009 präsentierte Pattie Maes, die am MIT mit ihrer Forschergruppe „Fluid Interfaces“ beforscht und entwirft ihre Version des Handys der Zukunft. Technologie wird nicht nur unsichtbar sein, sondern uns den „sechsten Sinn“ verleihen, so die Vortragende. Das alles bliebe ziemlich theoretisch, wäre da nicht Pranav Mistry, ein Student, der im Video den praktischen Einsatz von projizierten Interfaces vorführt. Diese Demonstration von augmentierter Realität dürfte die TED-Besucher ziemlich beeindruckt haben:

Dass Gehirnimplantate in fünf Jahren der Renner werden, kann ich mir ganz und gar nicht vorstellen – dazu müssten wir erst mal kapieren, wie Informationsverarbeitung und -speicherung in unseren grauen Zellen genau funktionieren. Aber der auf die Handinnenfläche projizierten Tastatur kann ich einiges abgewinnen – da lagen die Star Trek Autoren mit den „guten alten“ Trikordern wohl doch ziemlich falsch! Weiterführende Links zur Arbeit von Pattie und Pranav gibt’s bei Onkel TED.

12 Antworten
  1. Matti says:

    Interessante Demonstration aber bis soetwas den Einzug in den Massenmarkt schafft wirds wohl noch eine ganze weile dauern. Der Aufbau zeigt ja schon die ganze Komlexität der Sache. Kamera, Projektor, Spiegel… Das muss erstmal kompakt in ein Gerät daß die ganze Sache praktikabel wird. Das wird sicherlich nicht in den nächsten paar Jahren zu schaffen sein.

    • ritchie
      ritchie says:

      Das mit Sicherheit! Aber einzelne Komponenten (z.B. die durch Laser auf jeden Oberflächte projizierten Tastaturen) könnten durchaus früher die Marktreife schaffen.

  2. mask says:

    Bin jetzt auch dazu gekommen, mir das Video anzuschauen. Lag schon zu lange in der Schublade ;)

    Dem Gerät steht, denke ich, das grundlegende Problem aller Wearables entgegen: Wie trage ich das? Um zu funktionieren, muss es über der Kleidung getragen werden. Macht eigentlich nur eine Implementation als elektronisches Accessoir möglich, das man sich auf die Jacke klippt, und man weiß nicht, ob der Projektor eine Ausrichtung braucht, oder in der Lage ist, auf jede geeignete Oberfläche in der näheren Umgebung zu projizieren. Ein spannendes Ding, nichts desto trotz. Durch seine Ubiquität noch spannender. Ist auch ein Punkt, den Pattie anspricht. Ich muss nichts mehr extra hervorkramen, um es zu nutzen. Es ist einfach da…

  3. Loki says:

    Auf jeden Fall sehr interessant, nur sehe ich soetwas allgemein eher von einer skeptischeren Seite. Vor allem was das Kennenlernen von neuen Menschen angeht. Ich will echt nicht von jedem, den ich treffe gleich seine ganze Lebensgeschichte kennen, oder was seine Hobbies sind und umgekehrt möchte ich das auch nicht, dass jemand irgendetwas über mich auf eine solche Art und Weise erfährt. Ob so etwas wirklich die Kommunikation fördert? Ich glaube, dass das nur darauf hinausführt, dass die Menschheit nur noch fauler wird. Irgendwie wie in einem MMORPG, du läufst an einer Person vorbei, klickst sie an und guckst, was die so für Ausrüstung trägt.

  4. Troy says:

    Das erinnert mich irgendwie sehr an den Film „Minority Report“ mit Tom Cruise, ist also dich nicht in so weiter Ferne mehr :) Gibt aber noch einige Probleme die sich stellen, sicherlich das wichtigste ist wohl der Datenschutz (den vergleich mit den MMORPGs find ich sehr passend). Die haben ja nicht mal geschafft das Blutooth eingermaßen sicher is, obwohls eine der neuesten Technolgien ist.

    • ritchie
      ritchie says:

      Solange du die volle Kontrolle hast über die Daten, die angezeigt werden (oder eben nicht), seh ich das nicht als sonderlich problematisch an.

  5. Kim says:

    Ich bin auch mal gespannt, wie die Handys in den nächsten Jahren und Jahrzehnten sein werden. Noch kleiner, noch leichter? Das geht ja fast gar nicht.

  6. Rüdi says:

    so 2 jahre nach dem post und wir warten weiter was die zukunft bringt ;)

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