Das langsame Ende der Harald Schmidt Show

Nix gegen Oliver Pocher – was für ein Eröffnungssatz für ein Posting, in dem’s eigentlich um den Grande Mestre der deutschen Fernsehrespektlosigkeit geht. Aber wie man’s auch dreht und wendet, der dritte Sidekick stellt wohl keine große Ehrerbietung des Öffentlich-Rechtlichen an Harald Schmidt dar – zumal die Show demnächst auch gleich in die „Schmidt Pocher Show“ umbenannt wird.

Bis Herbst hat Dirty Harry noch Gelegenheit, solo für die Latenight-Abendgestaltung seiner ZuseherInnenschaft zu sorgen. Wie ORF und ARD berichten, waren es zuletzt rückläufige Quoten, die den ARD zur Entscheidung bewogen. Programmdirektor Struve ist – der Passus wird wohl in seinem Vertrag stehen – zuversichtlich:

Pocher, der zuvor vier Jahre für ProSieben unter anderem mit der Show „Rent a Pocher“ als Komiker aufgetreten war, soll exklusiv bei der ARD weiterarbeiten. „Wir haben ‚Rent a Pocher‘ wörtlich genommen“, sagte Programmdirektor Günter Struve. „Im Augenblick ist er ja noch als selbst ernannter B-Promi auf Tour. Aber an der Seite von Harald Schmidt im Ersten wird Oliver Pocher – da bin ich mir sicher – ganz schnell zum A-Promi aufsteigen.“

Pete macht auch endlich wieder Eintragungen ins Logbuch und schreibt über Pocher:

Ich sag mal, damit ist die Marke Schmidt endgültig so weit verwässert, das ich zumindest auch nicht öfter schauen werde. Nix gegen Pocher aber er wäre damit der 3 Sidekick (Natalie, Manuel) in der Sendung. Wenn man 3 Zuarbeiter braucht um gut auszusehen hat man wohl den Zenith überschritten.

Den Spreeblick will auch keine rechte Begeisterung überkommen. Ich sag nur: zuviele Showköche verderben den Brei. Und nicht jedes Konzept lässt sich in jedem Umfeld beliebig reproduzieren: Anke Engelkes Kurzzeit-Intermezzo war ja auch nicht direkt von übermäßigem Erfolg gekrönt. Obwohl: Harry und Olli, die Paarung ergibt irgendwie Sinn: zwei respektlose Rotzlöffel, die den leichten Haut Gout der Derbheit wie wahre Mediengourmets zu schätzen wissen.

4 Antworten
  1. Louise says:

    Schmidt kann es wohl nicht lassen. Nach seinem leider eher holprigen Comeback in der ARD, versucht man sich nun zu zweit. Ein Schmidt-Pocher Duett; zwei Generationen die eines verbindet, beide leidenschaftliche Entertainer mit ausgeprägtem Redefluss und keiner bekannten Mundkargheit. Wir werden sehen…

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  2. Carsten Weidling says:

    Es gibt Dinge, die sollte es nicht geben. Frauen ab Kleidergröße 56 in Bikinis, die PDS in der Regierung und eben Oliver Pocher bei Harald Schmidt. Die ersten beiden Dinge konnte man schon nicht flächendeckend verhindern, aber bei den Asylbestrebungen von Oliver Pocher bei Harald Schmidt ist nun eine Grenze überschritten worden, die es härter zu bewachen gegolten hätte es als die ehemalige Sektorengrenze zwischen DDR und BRD. Doch Pocher hat sie genommen… weiterlesen bei Carsten Weidling

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  3. ritchie
    ritchie says:

    Nette Kolumne… aber ich würd keine Volltexte in Kommentarthreads posten… Google mag Duplicate Content gar nicht. Hab mir mal erlaubt, den Kommentar abzukürzen und auf’s Original zu verlinken.

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