Brüssel vergisst nicht & Facebook zahlt

Am Donnerstag teilte die EU-Kommission mit, dass gegen Facebook eine Strafe von 110 Millionen Euro verhängt worden sein. Das Urteil ist eine Nachwirkung der Übernahme von Whatsapp durch Facebook, die mittlerweile auch schon wieder 3 Jahre zurück liegt.

Die Höhe der Strafe soll eine abschrecke Wirkung für künftige Fusionsverfahren haben. Konkret geht es um eine bereits damals eher zweifelhafte Ansage Facebooks. 2014 hieß es vor der Übernahme nämlich noch, dass ein automatischer Datenabgleich zwischen den Nutzerkonten beider Dienste nicht möglich sein werde. Im August des vergangenen Jahres kündigte Facebook dann allerdings an, die Telefonnummern von WhatsApp Usern mit deren FB Profilen zu verknüpfen.

Dieser Abgleich sei aber bereits 2014 technisch möglich gewesen, meint die Kommission und fühlt sich aufs schamloseste belogen. Während Facebook natürlich behauptet, der „Fehler in den Papieren sei unabsichtlich passiert.“ Allerdings sei besagter Abgleich kein ausschlaggebendes Hindernis für ein Fusionsverbot gewesen.

Mit anderen Worten: Die damals erteilte Genehmigung bleibt besehen, aber Wettbewerbskommissarin Margarethe Vestager möchte zukünftig lieber „fehlerfrei“ informiert werden:

Die Kommission muss sich beim Erlass ihrer Beschlüsse über die Auswirkungen von Zusammenschlüssen auf den Wettbewerb auf umfassende und präzise Informationen stützen können.

Heise.de: WhatsApp-Übernahme: EU verlangt 110 Millionen Euro Strafe von Facebook

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