Kämpfen für/um Heinz Prüller

Kämpfen für/um Heinz Prüller

Heinz PrüllerWir kämpfen den gerechten Kampf – gegen Windmühlen, den Küniglberg und das Vergessen. Und für die Rückkehr des Mannes, den sie Heinz Prüller nannten. Dass selbst ich bei meiner ausgeprägten Abneigung gegen fern-elektro-mediale Sportbeobachtung (mit Ausnahme von K1) diesen Namen kenne, liegt einzig und allein daran, dass Meister Prüller eine wandelnde Motorsportlegende ist.

Ja, man könnte durchaus so weit gehen zu behaupten, dass jeder Österreicher, der im Lauf seines Lebens die markigen Worte des Formel-1-Kommentators geradezu mit der Muttermilch aufgesaugt hat. Doch nun der große Schock:

Erdbeben in der österreichischen Formel-1-Medienlandschaft: Heinz Prüller, seit 1965 ununterbrochen Grand-Prix-Kommentator für den öffentlich-rechtlichen TV-Sender ‚ORF‘, wird 2009 abgelöst. Als Nachfolger wird der bisherige Boxengassenreporter Ernst Hausleitner das Mikrofon übernehmen.

Eine offizielle Bestätigung seitens des ‚ORF‘ steht noch aus. Ein Sprecher des Senders erklärte jedoch auf Anfrage von ‚Motorsport-Total.com‘, dass es zu diesem Thema heute noch eine Presseaussendung geben wird.

So spricht die Facebook-Gruppe, die sich in bester Social Media Campaigning Tradition für die Rückkehr der Legende ans Mikro einsetzt. Die Zitate der User sagen alles:

„Ich werde es vermissen, wie er „Hydraulik“ sagt… seufz!“
„heinz prüller ist österreichs john madden!!! ohne den geht’s nicht!!!“
„Formel 1 ohne Heinz macht keinen sinn !!!“

Vorschläge, Protestaktionen, öffentliche Fernseher-Verbrennungen (man weiß eh nicht, wohin mit der alten Röhrnkiste) sind angesagt. 1.123 Mitglieder erreichte die Gruppe in Rekordzeit, und mir fällt eigentlich nur ein einziges Exit-Szenario ein: wenn die Rückkehr zum Staatsfunk nicht klappt, dann muss Heinzi zukünftig eben auf ATV Motorsport moderieren. Die Formel 1 Rechte werden zwar kaum leistbar sein, aber da der sowieso der Kommentator im Vordergrund steht, tut’s ja vielleicht auch die österreichische Auto-Crash-Meisterschaft in Wolkersdorf.

9 Antworten
    • christoph buchegger says:

      http://www.initiativeheinzprueller.at

      Initiative für Heinz Prüller gegründet

      Die überraschende Pensionierung von Heinz Prüller durch den ORF veranlasst eine Gruppe junger Steirer, eine Initiative für die Formel 1-Legende ins Leben zu rufen. Seit Montag, den 9. Februar, sammeln sie über die Internetseite http://www.initiativeheinzprueller.at Unterschriften für den Verbleib Prüllers im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Prüllen für HeinzUnter dem Motto „Wir prüllen für Heinz“ setzt sich die Initiative für den Verbleib Prüllers in der Sportberichterstattung ein. „Heinz Prüller ist ein Aushängeschild Österreichs. Sein Wissen wird weit über die Motorsportszene hinaus geschätzt und sein Moderationsstil hat Kultstatus erlangt“, erklärt Stefan Stöckl, Gründer der Initiative. Die Initiative dient auch als Plattform für alle Fans des 67-jährigen. Österreichisches AushängeschildHeinz Prüller hat als Sportkommentator knapp 650 Formel 1-Rennen und 1000 Schirennen kommentiert. Er war bei 5 Fußball-WM und EM-Endrunden dabei und hat über 65 Sportbücher verfasst. 1995 erhielt er den Romy als beliebtester Sportmoderator Österreichs und im Jahr 2000 wurde ihm das Ehrenzeichen des Landes Steiermark für seine Verdienste um den Österreich Grand Prix verliehen. 2003 erhielt Heinz Prüller als erster nicht italienischer Formel 1-Reporter die „Lorenzo Bandini Trophy“! Die Initiative für Heinz Prüller setzt sich daher für den Verbleib des Aushängeschildes Österreichs im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ein. Fans können sich unter http://www.initiativeheinzprueller.at der Initiative anschließen.

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  1. wario says:

    Ohne Heinz gibts für mich auch kein Formel 1 mehr..
    Schade.
    Der Orf sollte lieber bei den dancing stars und bei starmania sparen tztz

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  2. Kramer says:

    Es gibt zum Glück noch andere Sender die Formel 1 übertragen,die Gründe ORF.Gebühr zu zahlen werden aber mit Prüllers Abgang wieder weniger.

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