Ode an die Jugendsubkultur

Ode an die Jugendsubkultur

Zuletzt aktualisiert am 4. Dezember 2014 um 0:22

gitarreIm Wiener Rabenhof geht am 12. Februar der Protestsongcontest 2009 über die Bühne, die 10 Finalisten stehen bereits fest und mein Favorit ebenfalls. Ich drücke dem Ski-Schuh-Tennis Orchestra jedenfalls beide Daumen für die Ode an die Jugendsubkultur!

Auf Ampster kann man alle Songs bereits vorab hören und mittels User-Voting die finale Entscheidung mit beeinflussen. Ich hab heute erstmals durch eine Presseaussendung von Ampster erfahren – die Plattform wirkt auf den ersten Blick ganz nett, was mir abgeht, sind ein paar Detailinfos zu den einzelnen Tracks bzw. Bands. Gut gelungen ist jedenfalls das Embedding-Feature (mit dem ich auch den obigen Track eingebunden habe). Diese praktische Einrichtung hat sich ja sofort wie das sprichwörtliche Lauffeuer über sämtliche Videoplattformen verbreitet, ist im Musikbereich, der klassischen Heimat der Piraterie-Paranoia, allerdings nicht besonders verbreitet.

Zeitgeistgerecht bietet Ampster unter der Domainendung .mobi eine Hosentaschenknochen-optimierte Version der Seite an. Im Gegensatz zu weitgehend gescheiterten DRM-Versuchen der großen Provider (erstmals in der Geschichte der Gadgets durften die User nicht für einen Track, sondern für einen Track auf einem Gerät bezahlen) könnten solche Plattform, die auf free music setzen, mobilen akustischen Freuden abseits des iUniversum Aufwind verschaffen.

Ich fühle mich natürlich unweigerlich erinnert an die gute alte Zeit anno 1999, als ich gemeinsam mit Walter Reiterer, der mittlerweile sehr erfolgreich football-austria.com betreibt, die mp3-Seite von Lion.cc, eines der ersten deutschsprachigen Free-Download-Portale, aufgebaut habe. Bis zum spektakulären Ende der Firma, um die sich noch heute Mythen und Legenden ranken, hatten wir über 200 Bands und mehr als 600 Songs online, Verträge mit AUME und AKM ausgehandelt und generell eine sehr leiwande Zeit. Ich hab damals von vielen Musikern E-Mails bekommen, die ebenso wie wir das Ende der Seite bedauerten; an eine private Fortführung war damals aufgrund der Tantiemenzahlungen an die Rechtverwertungsgesellschaften nicht zu denken. Und insofern freut’s mich auch, dass neben dem fm4 Soundpark eine zweite ambitionierte österreichische Musikmarketing-Plattform online ist, die Bands nützen könne, um mehr Visibility – oder besser gesagt Audibility – zu bekommen.

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