Österreich lässt das Weltklima kippen

Österreich lässt das Weltklima kippen

energieIn einem 7-Millionen-Einwohner Land verunmöglichen die Economies of Scale so manche Entwicklung – zum Beispiel die zur ökonomischen Weltmacht. Was Schadstoff-Emissionen betrifft, sind wir aber anscheinend Weltspitze. Zumindest wenn man dem Editorial der Aprilausgabe von „forschung. Magazin für Technologie und Innovation“ glaubt. Die Beilage zur österreichischen Tageszeitung „Die Presse“ beschäftigt sich in der Titelstory mit dem Thema Wasserkraft und Energieknappheit. Im Editorial schreibt Martin Kugler über das drohende Versiegen des Saftes aus der Steckdose und findet eine interessante Formulierung:

Den einzigen Ausweg aus diesem Dilemma beschreibt Brauner im Interview ab Seite 10: Wir müssen wesentlich effizienter mit der Energie umgehen. Wenn wir den Stromverbrauch in den nächsten drei Jahrzehnten um jährlich ein Prozent senken würden, bräuchten wir nicht einmal neue Kraftwerke zu bauen. Denn dann könnte Österreich mit dem Angebot an erneuerbarer Energie aus der Region sein Auslangen finden – ohne die Natur über Gebühr zu strapazieren und das Weltklima endgültig kippen zu lassen.

Mit anderen Worten: Fernseher abdrehen oder das Weltklima kippt! Und dabei dachte ich immer, Industrialisierungs-China sei der schlimmste Umweltsünder…


Fotocredits: moorhenne / Pixelio.de
8 Antworten
  1. max says:

    Kleiner Hinweis, Österreich hat schon seit längerem über 8 Millionen (laut Statistik Österreich 8,3 Millionen) EinwohnerInnen.

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  2. Walter says:

    Ad Wasserkraft: In Tirol wird zu Spitzenzeiten der Strom aus den Speicherkraftwerken teuer verkauft. In der Nacht wird mit billigerem Strom (zumindest aus Kohlekraftwerken, wenn nicht Atomstrom) das Wasser wieder hinaufgepumpt! Damit macht die TIWAG zwar ein Geschäft, aber es macht die Wasserkraft auf absurde Weise in Wahrheit zur beinahe Unnachhaltigsten Energieform.

    Ad Schadstoff-Emissionen: Angeblich trägt der Tanktourismus zum schlechten Abschneiden Österreichs in den Statistiken erheblich bei. Denn dort scheint nicht auf, was tatsächlich in Österreich verblasen wird, sondern wie viel Benzin verkauft wird. Für die Welt macht das natürlich keinen Unterschied, für die Statistik schon.

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    • ritchie
      ritchie says:

      Die Sache mit der hinaufgepumptem Wasser ist wirklich extrem absurd… im Zweifelsfall regiert vielleicht beim Konsumenten die Umwelt vor der Kohle, in der Wirtschaft wohl niemals.

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  3. Chris says:

    Ja in Sachen Umweltschutz ist deutschland Gott sei Dank oben auf.
    Eon hat ja jetzt in seinem neuen Werbespot auch auf die Energiegewinnung durch biologisch abbaubare Rohstoffe gesetzt!

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  4. ich says:

    :twisted: Deutschland klimaschwindelt vor und Österreich hat nichts besseres zu tun als seine Bürger mit der gleichen Marktlücke auszusaugen.

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  5. Emirates says:

    Was mich immer ärgert ist,das Luft und Wasser und so keine Grenzen kennt.Da kann/könnte Deutschland noch so toll sein,das ist als ob dir dein Nachbar ewig Schnee vor die Tür schippt.

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