Post: wider die Briefmarkensammelei

postImmer wieder mal gebe ich Briefe auf ins benachbarte Ausland. Ist eine CD-Rom mit drin, ergibt das die Preisklasse 100-350 Gramm, Economy (Europe). Derlei Sendungen kosteten bis vor kurzem EUR 3,50, nun stieg der Preis der österreichischen Post auf EUR 3,70. Nur leider gibt’s keine passenden Briefmarken mehr. Da hat jemand nicht nachgerechnet…

Die Stückelung beim alten Preis Tarif war vergleichsweise einfach: 2x EUR 1,25 + 1x EUR 1,- und schon enteilt der fleißige Briefträger bis nach Großbritannien über’s weite Meer. Dass die Preise steigen, mag zwar ärgerlich, aber „verständlich“ sein, was immer dies im marktwirtschaftlichen Kontext tatsächlich bedeutet.

Ganz und gar auf Unverständnis stößt allerdings die Tatsache, dass es für den neuen Preis keine passende Stückelung gibt: am nächsten kommen noch 3x EUR 1,25, aber warum jeden Sendung mit 5 Cent überfrankieren? Mag Kleinkram sein, okay – aber ich versteh das Prinzip nicht. Man muss jede Sendung auf die Post bringen, Briefkasten spielt’s nicht. Ich konnte es selber nicht glauben, und die freundlichen Mitarbeiter in meinem Postamt wundern sich ebenfalls über soviel Planungsgenialität ihrer Vorgesetzten.

Wie kann man Brieftarife einführen, zu denen es keine passenden Markenwerte gibt?

Die Differenz mag ja nicht groß sein, aber die Schildbürger hätten eine helle Freude mit diesem Geniestreich. Aber weiß – vielleicht ist diese Strategie auch nur Teil eines Masterplanes zum Einsparen aller Postkästen auf längere Sicht…

5 Antworten
  1. Thomas says:

    Nette Menschen würden einfach einen Fehler vermuten, und die passieren. Böse Menschen würden sich an den Spruch erinnert fühlen, Kleinvieh macht auch Mist.

    In Deutschland würde ich in dem Fall einfach alles persönlich am Schalter aufgeben, dort druckt man die das Porto dann wohl passend auf Aufklebern aus und spart sich die Überfrankierung.

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  2. max says:

    haha, das erinnert mich an eine Geschichte auf einem Postamt im 3. bezirk:
    Die Postangestellte stempelt wie verrückt Briefe, plötzlich fängt sie zu lachen an: „hihi, ich hab mir gerade auf den Finger gestempelt!“ :) no comment…

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  3. Michael says:

    @ Thomas

    Dafür spucken die Briefmarkenautomaten statt Wechselgeld, Briefmarken mit dem Restbetrag aus. Aber die dt. Post darf sich freuen, ich hebe die „1 Cent“-Marken alle auf! :D

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  4. ritchie
    ritchie says:

    Briefmarken mit dem Restbetrag? Schräg… was kostet eigentlich eine Economy-Sendung von .de nach .at bis 300g, zB. eine Audio-CD? Bei uns waren das EUR 3.50, jetzt sind’s 3.70.

    @Thomas: an die Kleinvieh-Sache musste ich auch denken. ist halt echt lästig, wegen jedem Brief auf die Post zu rennen, aber ich hab echt keinen Bock, überzufrankieren. Weirde Sache.

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  5. Anonymous says:

    Kenne ich nur zu gut, ich habe der DP-AG auch mal ne eMail diesbezüglich geschrieben, haben sogar geantwortet, wirklich hilfreich wars aber leider nicht.

    Zum Nachlesen:

    Gruß Andreas

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