Viral.Marketing: Neckermann lässt die Glocken läuten

Neckermann Weihnachts-ViralCastings sind out, bei der aktuellen Neckermann-Weihnachtskampagne lässt der Versandhändler die eigenen Mitarbeiter stimmgewaltig zu Wort kommen, denn die singen für alle (zukünftigen) Kunden ein Weihnachtslied. Bei der Verbreitung des Videos setzt man auf den Spenden-Effekt: denn jedes Einladungs-E-Mail, das über die NeckerBells Seite versschickt wird, erhöht den Counter so lange, bis 500 Geschenke für „Lichts ins Dunkel“ gesammelt sind.

Aufgenommen wurde der Clip in der Murmetropole Graz, wo Neckermann Österreich sein Hauptquartier hat. Für die Umsetzung ist die Agentur martrix zuständig. Die betreffenden Einladungen können direkt über die Landingpage verschickt werden, auf Wunsch auch an mehr als eine Adresse. Obwohl die Aktion erst Anfang Dezember begann, wurden bisher bereits 353 Packerl gesammelt – also kann man getrost davon ausgehen, dass der volle 500er bis Weihnachten locker noch erreicht wird. Und so sieht der Clip aus:

Mir gefällt die Kampagne, weil Neckermann gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt: zum einen haben die beteiligten Mitarbeiter ein Erinnerungsvideo, zum zweiten signalisiert der Auftraggeber soziales Bewusstsein, indem er den Fokus auf den Spendenaspekt legt und auf Hochglanzvideos verzichtet.

Neckermann Weihnachtsaktion

Generell scheint Neckermann gerade dabei zu sein, die Netzaktivitäten zu verstärken: natürlich liegt für einen Versandhändler der Sprung ins Netz extrem nahe, schließlich ändert sich der Touchpoint zum Kunden, während die Logistik im Wesentlichen die gleiche bleibt. Neuerdings können die Bewohner der Virtual Community Papermint in gewohnter Umgebung einkaufen, auch der eigenen Online-Shop wurde überarbeitet und bietet unter anderem Live-Einkaufsberatung.

In diesem Sinne also kann zwischen allen den Superpokes und Social-Network-Notifications eine kleine Werbemail für den guten Zweck nicht schaden – hier geht’s zur Gratis-Spende.

22 Antworten
  1. tobi says:

    Ich weiß nicht so recht was ich davon halten soll.

    Für mich sieht das eher nach E-Mail-Adressen sammeln unter dem Deckmantel der Wohltätigkeit aus.

    Ich habe auf jeden Fall mal mitgemacht und bin gespannt, ob meine Adresse später doch noch für etwas anderes Verwendung findet ;-)

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  2. Martin Ladstätter says:

    Also ich finde so was eher abstoßend. Neckermann zeigt meiner Meinung nach dadurch kein „soziales Bewusstsein “ indem es Geschenke für die umstrittene ORF-Aktion Licht ins Dunkel Geschenke sammelt.

    Für mich wäre es viel glaubwürdiger, wenn die Ihre Webseite mal barrierefreier machen würde.

    Wer mal einen anderen Blick auf Licht ins Dunkel werfen will, schaue auf den Karikatur-Adventkalender 2008.

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  3. Curt Simon Harlinghausen says:

    Erst Lidl, dann Neckermann.
    Das kann man seinen Mitarbeitern doch nicht antun.
    Und was ist da Viral dran? Das ist doch Mass Decolaboration.

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    • ritchie
      ritchie says:

      Naja, antun – was ist daran so schlimm? Und ich find’s eindeutig besser, so eine Aktion zu starten, als Fernsehspots zu schalten; über LiD kann man natürlich diskutieren, aber wenn man zu lange diskutiert, hält einen das halt auch vom Handeln ab.

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  4. Curt Simon Harlinghausen says:

    Hi Ritchie,

    man sollte als Werber nur aufpassen, das man
    virale Aktionen nicht zu offentsichtlich pushed :wink:

    Generell gebe ich Dir recht das Penetration nicht
    mehr Zeitgemäß ist. Sensation weniger Streuung
    verursacht und kosteneffizienter ist. Zudem natürlich
    auch authentischer.

    Aber ein viraler Effekt kommt dann doch nur zu Stande,
    wenn jemand emotional eingefangen wird. Es also lustig,
    traurig, faszinierend, empörend, skandalös oder nur
    erschreckend ist. Das alles trifft hier auf die Aktion
    nicht zu.

    Das Video ist schon zu professionell gemacht. Der Ton
    zu sehr bearbeitet. Es gibt keine Ecken und Kanten.
    Es soll halt eine nette Aktion sein. Aber das wird
    nicht den Buzz bringen.

    Schönen Gruß nach Österreich . . .

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  5. Curt Simon Harlinghausen says:

    Übrigens direkt antworten geht leider nicht.
    Da hat das WP PlugIn ein Problem . . .

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    document.write(‚JavaScript is enabled.‘);JavaScript is disabled.
    PHP detects that cookies appear to be enabled.

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  6. Sara Lisa says:

    Bin da grad nach dem Durchlesen der Kommentar etwas zwiespältiger Meinung. Zum Einen find ich die Idee gut, an Weihnachten was Gutes zu tun hat noch niemandem geschadet. Ich hab auch gleich ein paar Adressen eingetragen und hier liegt eben der andere Punkt. Es sieht schon auch stark nach Adressen-Sammeln aus. Hoffen wir mal, dass hier wirklich nur alles im Guten verwendet wird, denn Neckermann zählte immer zu den sympathischsten Versandhäusern für mich.

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    • ritchie
      ritchie says:

      Die Aktion wird von einer seriösen Agentur durchgeführt – da muss sich wegen der Adress-Sammlung keine Sorgen machen. Aber ein diesbezüglicher Hinweis auf der Landing Page wär natürlich gut.

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  7. Vincent says:

    Die armen Mitarbeiter, die zu sowas verdonnert werden – denn wer singt schon gerne freiwillig vor Deutschland. Ich denke es sollte jedem selbst überlassen werfen.
    Dazu kommt, dass ich auch bezweifle, dass man nicht selbst seinen Profit draus zieht, denn sonst würde sich solch eine Aktion wohl nicht lohnen.

    Antworten
    • ritchie
      ritchie says:

      Also das seh ich grundsätzlich etwas anders! Ist doch nix dabei, die eigene Firma zu representen. Wenn man den Arbeitgeber nicht mag und/oder sich geniert, dann sollte man sowieso den Job wechseln. Mit dieser europäisch/deutschen „arme Arbeitnehmer, die sollen auch noch singen“ Mentalität kann ich gar nix anfangen.

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  8. Horst says:

    Dass eMail-Adressen gesammelt werden, ist für den Zweck einer „klassischen“ Landingpage beinahe normal. Jede Marketing-Kampagne hat einen Sinn – wichtig ist, dass ein Missbrauch verhindert wird und da sehe ich in diesem Fall keine Probleme. Es wird ja niemand zur Datenangabe gezwungen – folglich gibt es keine Gründe sich beschweren.

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  9. Gründer says:

    Ich kann Horst und Ritchie nur zustimmen. Sobald Einrichtungen gegen Missbrauch geschaffen sind, steht dem Konzept doch nichts mehr im Wege. Ansich ein werbetechnisch kluger Schachzug von Neckermann. Ein moderner Weg ist im Marketing heute Voraussetzung, um für Aufmerksamkeit zu sorgen. Solange also keiner zur Datenabgabe gezwungen wird, gibt es doch nichts zu beanstanden. Neckermann will Publicity und die haben Sie zumindest in diesem Blog bekommen :-)

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