Vortrag von Anton Tantner: Seelen und Häuser ordnen

Anton Tantner publiziert im Rahmen der „Wiener Schriften zur Geschichte der Neuzeit“ seine Dissertation Ordnung der Häuser, Beschreibung der Seelen. Hausnummerierung und Seelenkonskription in der Habsburgermonarchie und lädt im Oktober zur Buchpräsentation an die Uni Wien.

Ort: Hauptgebaeude der Universität Wien, Hörsaal 45 (rechter Seitenfluegel, 2.Stock, gegenueber dem Eingang zum Institut für Geschichte)

Es kursiert das Gerücht, dass im Anschluss an den Vortrag mehrere Gläschen Wein die Runde machen werden, sicher ist indessen, dass sensationelle, bislang unveröffentliche Aufnahmen von – tatataaaa – Hausnummern gezeigt werden! Und zwar von sonlchen, die seinerzeit die Nummer 1 verpasst bekamen. Einleitende Worte spricht Edith Saurer, kommentiert wird das Geschehen anschließend von Wolfgang Pircher.

Im Zentrum des Bands steht die Einführung der Hausnummerierung und „Seelenkonskription“ – das heißt einer Volkszählung – in den westlichen Provinzen der Habsburgermonarchie in den Jahren 1770-1772; monatelang durchstreiften damals Beamte und Militärs die Dörfer, Märkte und Städte, zogen von Haus zu Haus, befragten die darin wohnenden Subjekte und trugen ihre Angaben in Tabellen ein, was nicht ohne Probleme vor sich ging.
Am Beginn der Präsentation geht der Autor auf die Vorgeschichte dieser Aktion ein, behandelt die bereits im 17. Jahrhundert einsetzenden so genannten „Judenkonskriptionen“, die Erfassung der Protestanten und Protestantinnen im Zuge der Gegenreformation sowie die „policeylichen“ Hausbeschreibungen zum Zwecke der Bekämpfung der Bettlerinnen und Bettler.

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