Neue Twitter ToS, offene Tür für Werbung

Biz Stone hat heute ein E-Mail an alle Twitter-User verschickt, das die Änderungen der AGBs erklärt. Das Posting am offiziellen Blog erklärt die wichtigsten Punkte – nach wie vor wollen die Betreiber die Tür für Werbung offen halten. Ebenfalls spannend: alle Tweets „gehören“ im urheberrechtlichen Sinn den jeweiligen Usern, Twitter behält sich aber das Recht vor, to „use, copy, reproduce, process, adapt, modify, publish, transmit, display and distribute your tweets“. Mit anderen Worten: das Auto gehört mir, hat aber kein Tür- und Zündschloss: jeder der möchte, kann damit rumfahren, es verschrotten lassen oder Umlackieren. Dazu fällt mir nur ein Hash-Tag ein: #haarspalterei

Allerdings verstehe ich, dass die Betreiber für sich selbst rechtliche Sicherheit schaffen wollen – einen ausführlicheren Kommentar zu den neuen Twitter-AGBs gibt’s auf datadirt:
New Twitter Terms-of-Service, open door for advertising

12 Antworten
  1. dimido says:

    Das irgendwann Werbung über Twitter daher kommt, war doch klar – oder?

    Hey, es hat einfach keinen Sinn, etwas aufzubauen und dann an die Wand zu fahren, weil man die Finanzierung vergessen hat. Die Erfinder und Programmierer von Twitter sind nicht „Mutter Teresa“ und machen alles umsonst. Wir Blogger machen auch nicht alles umsonst, ab einen gewissen Punkt im Leben eines Bloggers!

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  2. Christian says:

    Ich kann mir ehrlich gesagt schwer vorstellen, dass die AGB’s im deutschen Recht Bestand halten würden. Interessant wäre auch die Frage, ob die Neuerungen auch rückwirkend für ältere Beiträge gilt.

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    • ritchie
      ritchie says:

      Schwieriger Punkt; dass Twitter das Recht hat, Inhalte zu „redistribuieren“ würd ich ja durchaus als technisch-inhärenten Bestandteil des Service ansehen. Was dann der Passus, dass die Inhalte den Teilnehmern „gehören“, in der Praxis bedeutet, ist mir allerdings ziemlich unklar.

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  3. Christian says:

    Ich hab dafür auch vollstes Verständnis. War völlig klar, dass dieser Dienst nicht für immer kostenfrei bleibt und ich denke das erwartet auch niemand. „Umsonst ist nur der Tod und der kostet das Leben.“ ;)

    Wobei andererseits die Frage ist wie erfolgreich sich das monetarisieren lässt. Mit Communities ist es ja bekanntlich nicht ganz so einfach.

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  4. Martin says:

    Bei Twitter nervt mich momentan vieles – vor allem diese Mafia-Einladungen von Kontakten. Ich habe jeden Tag bestimmt 50 davon in meinem Postfach. Ich denke, durch solche Features ist auch die Sicherheit sehr gefährdet.

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  5. Susi says:

    Wer darauf keinen Bock hat, soll einfach die Finger von Twitter, Facebook und Co lassen. Einfachste Lösung sich nicht drüber aufzuregen, grins…

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  6. Jan says:

    Die machen es im Endeffekt wie alle großen Sozialen Netzwerke. Die Werbung kommt irgendwann und die Kohle wird trotzdem nicht annähernd eingespielt.

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    • Ritchie Pettauer
      Ritchie Pettauer says:

      Im Fall von Twitter könnte sich die Sache durchaus etwas anders verhalten… die haben imho sehr gute Monetarisierungsmöglichkeiten, siehe zum Beispiel letztens Panoptikum hier auf ds.

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