Dr. Ludwig Scharinger erklärt Harald Katzmair und Elisabeth Zehetner seine Networking-Prinzipien.

Impressionen von der Bundestagung der Jungen Wirtschaft

Zuletzt aktualisiert am 27. September 2010 um 2:51

Gestern begann im Design-Center Linz die Bundestagung der Jungen Wirtschaft, zu der Geschäftsführerin Elisabeth Zehetner Hannes Offenbacher und mich eingeladen hatte. Man meint ja immer, Facebook, Twitter und Co. wären was „für die Jungen“, aber ich war dann trotzdem überrascht, dass von den über 1.000 Besuchern doch nur recht wenige vom Twitter-Hashtag #jwbt10 Gebrauch machten – aber einen spontanen Twittagessen-Tisch konnten wir aber füllen.

Dr. Ludwig Scharinger erklärt Harald Katzmair und Elisabeth Zehetner seine Networking-Prinzipien.
Dr. Ludwig Scharinger erklärt Harald Katzmair und Elisabeth Zehetner seine Networking-Prinzipien.

Schon am Freitag hätte es ein paar ausgesprochen spannende Vorträge gegeben, unter anderem von Stefan Ruzowitzky und Gen-Spezialist Markus Hengstschläger (ein großartiger Vortragender, den ich vor einem Jahr mal in Wien gehört habe). Hannes und ich konnten erst heute anreisen, und mein persönliches Highlight stand sowieso bereits vor Beginn der Veranstaltung statt: Dramaturgie-Stratege Christian Mikunda hielt einen ausführlichen Vortrag über „Große Gefühle im Marketing“ – sein aktuelles Buch Warum wir uns Gefühle kaufen: Die 7 Hochgefühle und wie man sie wecktImpressionen von der Bundestagung der Jungen Wirtschaft rückt Bekanntes in eine ganz neue Perspektive.

Christian Mikunda
Dr. Christian Mikunda, Experte für strategische Dramaturgie

Wer die Hochgefühle Glory, Joy, Power, Bravour, Desire, Intensity und Chill kennt, wird sie bald auch im eigenen Konsumverhalten identifizieren können. Wer versteht, wie sie ausgelöst werden, kann seinen Kunden echte Erlebnisse bieten. Wer die Kunst der Dramaturgie von Gefühlswelten erlernt hat, wird unwiderstehliche Gefühlscocktails inszenieren!

Das klingt nach einer hohen Vorgabe, die mich bei jedem anderen Marketing-Experten skeptisch machen würde, aber ich hatte das Riesenglück, bei Christian Mikunda zwei Blockvorlesungen zu besuchen – seine Theorien und Analysen erwiesen sich während der Vorlesung als hochgradig spannend und unterhaltsam und im nachhinein als wertvollste Praxiswissen, das ich während meines gesamten Studiums erhielt. Wer die Brainscripts und die Mechanismen, die Mikunda in „Kino spüren“, „Der verbotene Ort“ und „Die inszenierte Verführung“ beschreibt, zur Anwendung bringt, weiß, wovon ich spreche.

Mikunda und die Becker-Faust
Christian Mikunda zeigt die „Becker-Faust“.

Grandios! Demnächst folgt eine Rezension des aktuellen Buches. Aber jetzt bin ich erstmal raus, Hannes wartet nämlich schon auf mich, denn vor der Abendgala schauen wir noch ins ars center rüber.

Networking von obenNetworking von oben.

Fazit: Ausgesprochen gelungener Tag mit tollen Vortragstragsprogramm – nächstes Jahr werd ich mir für die Bundestagung jedenfalls beide Tage freihalten. Ein kleiner Nachtrag fällt mir allerdings noch ein zu Ludwig Scharingers Vortrag über Networking: seine Ausführungen sind nicht zuletzt deshalb nur begrenzt auf Otto Normaljungunternehmer übertragbar, denn vor lauter Begeisterung könnte man schnell mal den Unterschied zwischen persönlicher und institutioneller Position im Netzwerk verwechseln oder gar gleichsetzen…

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