Die Online News der Woche

Online [Marketing] Panoptikum: Facebook wird Fakebook, Instagram wird Snapchat

Zuletzt aktualisiert am 26. April 2018 um 20:47

Anders als Martin Luther hat Martin Giessler seine 99 Gedanken zur Entwicklung von Social Media und Journalismus nicht an die Kirchentür angenagelt, sondern auf Medium veröffentlicht. #14 wird sie umhauen, würde Buzzfeed sagen: Letztlich bleiben fake News aber eher ein Nischenphänomen.. Damit stehen Martin und ich mit unserer Meinung aber weitgehend allein da, denn in der Journalisten-Bubble ist der Alleinschuldige für alle Arten von Misinformation längst ausgemacht. Social Bots spielen bei Martin noch keine Rolle. Aber Futurebiz weiß: Bots führen ungern Selbstgespräche. Und Microsoft darf seine Einkaufstour erfolgreich abschließen: LinkedIn lag ja schon im Shopping Cart, nun hat die EU die Übernahme genehmigt.

Instant Articles helfen nicht gegen kurze Halbwertszeiten

Jeder Facebook Marketer kennt das Problem: Postings haben eine megakurze Halbwertszeit. Die Hoffnung, dass sich dies mit Instant Articles ändert, hat sich keineswegs erfüllt: 80% der Aufrufe erfolgen auch bei diesem recht neuen Format in den ersten 24 Stunden. Man könnte durchaus behaupten, Googles AMP System wirkt nachhaltiger. Mehr dazu auf Futurebiz.

Social Media Werbung & Mobiles Shopping wachsen in Deutschland

Dennoch bleibt im internationalen Vergleich reichlich Luft nach oben. 428 Millionen Euro Umsatz soll SM-Werbung 2016 netto generieren. Klingt nach viel, ist aber bloß 0,01 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Statista meint, dass wir auf absehbare Zukunft mit einem Wachstum von 10% Prozent pro Jahr rechnen sollten. Im Weihnachtsgeschäft steigt auch der Anteil der Online-Einkäufe, vermutlich von 18,9% im Vorjahr auf 21%. Smartphone-Shopping hat beträchtlichen Anteil daran: 56% Steigerung zeigen deutlich, dass mobil-optimierten Shops die Zukunft gehört.

Facebook heißt jetzt Fakebook

Immer Ärger mit Facebook: Zuerst liefert Zuckerbergs Plattform falsche Reichweitendaten und dann soll der Algorithmus auch noch viel zu tolerant gegenüber Fakenews sein. Facebook muss sich allerdings vorsichtig positionieren – eine Ansage zu viel, und schon könnte man in den Augen der Medienregulierer vom Technologie-Konzern zum Massenmedium avancieren. Lösbar dürfte das Problem der Falschmeldungen indes durchaus sein: Bei einem Hackathon entwickelten Studenten eine mögliche Lösung für Facebooks Fake-News Problem Mark selbst hätte da auch ein paar Ideen, die er in einem ausführlichen Posting dargelegt hat. Tenor:

The bottom line is: we take misinformation seriously. Our goal is to connect people with the stories they find most meaningful, and we know people want accurate information. We’ve been working on this problem for a long time and we take this responsibility seriously. We’ve made significant progress, but there is more work to be done.

Das WDR Blog hat in einem lesenswerten Beitrag verschiedene Lösungsansätze zusammengefasst. So schwierig scheint’s dann aber doch nicht zu sein: Rund vier Milliarden Menschen nutzen weltweit das Internet, 2 Milliarden davon sind bei Facebook registriert. Keiner davon wohnt in China, weshalb Zuckerbergs Truppe ein spezielles Zensur-Tool für die Volksrepublik entwickelt. Mehr dazu weiß Netzpolitik.org.

Dass heute auch noch Standard Chefredaktrice Alexandra Föderl-Schmid in die gleiche Kerbe schlägt wie Deutschland Justizminister Heiko Maas, hat mich dann doch einigermaßen überrascht:

Facebook sollte seine Algorithmen offenlegen und transparent machen, wie Nachrichten kanalisiert werden. Außerdem muss klargestellt werden: Facebook ist auch für Inhalte verantwortlich.

Wenn Social Bots Polit-Amok laufen

Riesige russische Bot-Fabriken, automatisierte Meinungsbildung und Sharing auf Knopfdruck: Das Misstrauen gegen soziale Medien ist groß und wird nicht kleiner. Dass Social Bots angeblich eine Gefahr für die freie Meinungsbildung darstellen, bereitet der deutschen Politik offenbar Sorgen. Auch wenn bloß 19% der Deutschen angeben, News auch über Social Media zu beziehen, will Thomas de Maiziere Aufklärungsarbeit leisten.

Instagram wird ein bisschen Snapchat

Instagram macht weiter mit seiner Kopier-Attacke auf Snapchat: Stories dürfen künftig auch Live-Video Komponenten enthalten, die von Snapchat bekannten selbstlöschenden Bilder sind nun auch mit im Programm. Ob hinter den Kulissen wohl bereits heftig an einem Einhorn-Kotze Sticker gearbeitet wird?

Wie geht’s Ihnen auf Pinterest?

Im direkten Vergleich zu Facebook nehmen sich die 150 Millionen Pinterest Nutzer direkt bescheiden aus, sind aber ganz besonders kaufwillig. Etailment hat Best Practices fürs Pinterest-Marketing, Tobesocial gibt ebenfalls Tipps und stellt Pinterest Erfolgsstorys vor.


Das datenschmutz Panoptikum fasst für Sie die wichtigsten Themen und Fachartikel der vergangen Woche zusammen.

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