Pioneer: Die fortschreitende Digitalisierung des DJ-Arbeitsplatzes

Zwei 1210er und ein Analogmixer – das war mal. Der reisende Digi-DJ von heute verzichtet auf den sperrigen Plattenkoffer und beschallt den Club mit Nullen und Einsen. Dabei konkurrieren zwei Konzepte, die unterschiedlicher nicht sein könnten, um die Gunst der Plattenverleger: einerseits Seite wurden in den letzten Jahren Laptop-basierte Systeme mit Traktor, Ableton-Live und Co. immer beliebter, als Interface kommen dabei entweder Maus und Tastatur, Plattenspieler mit Time-Code Vinyls oder spezialisierte Midi-Controller zum Einsatz. Andererseits wollen DJ-Tool Hersteller wie Pioneer mit spezialisierter Hardware das Notebook auf der Bühne ganz überflüssig machen und setzen dabei auf All-In-One Geräte, die mit Robustheit und einfacher Bedienung punkten sollen. Auf der Futura habe ich Patrick Leiner von der Firma Lurf, österreichischer Pioneer-Generalimporteur, zur aktuellen Produktlinie befragt:

Ein Paradigmenwechsel sticht besonders ins Auge: Längst dienen dabei nicht mehr nur CDs als Klangquellen, Audiodateien werden wahlweise über US oder Ethernet von freigegebenen Shares entgegen genommen. Scratch-fähig sind mittlerweile sogar die Einstiegsgeräte, während in der Topliga Ton und Bild zusammenwachsen. Das im Video gezeigte Flaggschiff der Pioneer DJ Pro Serie kommt mit eingebautem Touchscreen, massiver Rechenpower und will sich als Arbeitsplatz des Multimedia-DJs der Zukunft positionieren – der muss allerdings einiges an Kleingeld übrig haben, denn die Multimedia-Konsole kostet 6.500,- Euro.

Was sagen Sie zu derartiger Spezial-Hardware für den Club? Werden Sound-Mixing und Visuals tatsächlich zusammenwachsen, oder sind MIDI-Interfaces das Mittel der Wahl bei der Club-Beschallung?

12 Antworten
  1. Der Grieche says:

    Habe letztens erst einen befreudeten DJ gefragt er er zu Aufträgen alles selber mitbringt oder die CDs gestellt werden. Der hat vielleicht breit gegrinst. Das er mittlerweile nur noch einen Laptop und einen USB-Anschluss braucht, hatte ich gar nicht bedacht ;-)

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  2. Chris says:

    @ Grieche: hehe das kenne ich – als wir das letzte mal nen DJ gebucht haben, haben wir extra viel platz eingeplant für seinen „plattenkoffer“ etc. Aber der kam nur mit laptop und einem Controlepult – sah ziemlich leer aus ;)

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    • Soren says:

      Auch hier merkt man halt wie die digitale Technik sich immer weiter durchsetzt. Ich finde das auch gar nicht weiter schlimm, so lange die Mixes nicht schlechter werden und alles nur noch wie aus der Konserve klingt.
      Aber hier gibt es ja auch schon wieder genügend Algorithmen, welche dem Ganzen dann wieder den „Human Touch“ einhauchen…

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  3. Basti says:

    Ich habe die DJs immer ein wenig kritisch betrachtet. Zuletzt habe ich über die famose Guilia Siegel beömmelt ;)

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  4. Matti says:

    Wenn ich ab und zu mal einen DJ bei der Arbeit mit dem Laptop sehe denke ich mir immer daß ich das sicher auch hinbekommen würde. Da sehen spezialisierte Geräte schon irgendwie professioneller aus :)

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    • ritchie
      ritchie says:

      Ja ja, der schöne Schein :mrgreen: Bin übrigens grad von DJ Marky im Flex zurück – das neue Lichtelement an der Decke (ein RGB-LED „Monitor“) würd dir mit Sicherheit gefallen!

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  5. Proto says:

    Was waren das noch fette Sounds, als noch das Vinyl das Medium war. Trotzdem finde ich auch Software basierende Soundgeneratoren ziemlich gut, die heutige Technik machts möglich, Vinylsound aus der Konserve.Auch die Soundprogramme für PCs und Laptops sind teilweise richtig gut, Reason ist ein richtiges kleines Studio für den PC.

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