Blogistan-Panoptikum Woche 6 2k7

Eine Woche voller Highlights geht zu Ende – mit eigenem Smilie, der gap 10-Jahres-Jubiläumsausgabe, Web 2.0 Blogecho, den ersten 2 Gastautoren und einer datenschmutz Premiere in der Presse-Blog-Rubrik „Fangnetz“. Viel Vergnügen mit der Nachlese und Schönen Sonntag zu wünschen!

Gelbe Smilies regieren die Online-Welt – doch nun ist Schluss mit Hautfarbenhegemonie, ein Blog ist angetreten, um die sowieso viel hübscheren grünen Smilies zu promoten. Die gesamte Redaktion von Duese5 (der verdammte Papagei, die Kampfratte + der Autor) haben ihren eigenen customized Green Smilie bekommen, und datenschmutz ebenfalls!

datenschmutz smilie

Überhaupt macht die Abweichung vom Bekannten ja viel mehr Spaß als jedes ausgelutschte Kultobjekt: die Lichtschwerter türmen sich heutzutage in jedem Kinderzimmer, aber wie wär’s mit einem Propan-betriebenen Steampunk Lightsaber? Ein wenig Devianz also, und schon klappt’s mit den fünf Minuten Fame. Die FPÖ hat mit ihrer legendären Presseaussendung erfolgreich eine Menge Wind erzeugt, im Original gibt’s den mittlerweile geradezu legendären Text nachzulesen im Österreich Blog der Zeit. Ob jede Werbung gute Werbung ist, darüber streiten die Experten – doch SPÖ Abgeordneter Johann Maier zieht in punkte Kultfaktor mit einer vermutlich unbeabsichtigten Formulierung souverän gleich:

SPÖ-Abgeordneter Johann Maier hat dem Nationalrat eine Petition vorgelegt, die auf eine Änderung der Begriffe „geistig abnorme Rechtsbrecher“ bzw. „Anstalt für geistig enorme Rechtsbrecher“ abzielt.

[via When in doubt, do it]

Wo die geistige Enormität zu Höhenflügen ansetzt, da werden entsprechend viele Kalorien umgesetzt, und die wollen nachgefüllt werden – praktisch, wenn man sich nicht jeden Tag auf’s neue an den Herd stellen muss, sondern gleich ein paar Breaks vorgekocht hat: [via Basic Thinking]

Was uns wiederum sanft zum unwirtschaftlichen Thema „Popmusik“ überleitet: Steve Jobs hat einen offenen Brief auf die Apple-Homepage gestellt, in dem er an die Plattenfirmen appelliert, den itunes Store doch bitteschön Musik ohne DRM verkaufen zu lassen. Lobenswertes Ziel, fragwürdige Motivation? In erster Linie fühlt sich der Apple-Boss gegenüber CD-Verkäufern benachteiligt, und die Hauptschuld daran trägt seiner Meinung nach das Copyright-konservative Europa. [via netzonfire]

In 2006, under 2 billion DRM-protected songs were sold worldwide by online stores, while over 20 billion songs were sold completely DRM-free and unprotected on CDs by the music companies themselves. The music companies sell the vast majority of their music DRM-free, and show no signs of changing this behavior, since the overwhelming majority of their revenues depend on selling CDs which must play in CD players that support no DRM system.
[…]
Much of the concern over DRM systems has arisen in European countries. Perhaps those unhappy with the current situation should redirect their energies towards persuading the music companies to sell their music DRM-free.

Schneller von A nach B

Wir hatten ja nur freundliche Chauffeure in Berlin, aber dieser Taxifahrer-Joke von Thorsten ist wirklich gut: „Taxifahrer in Berlin sind speziell, die sind oft richtig pampig. Neulich bin ich eingestiegen und hab gesagt: Ich muß zur Karl-Marx-Allee!. Da dreht der sich um und fragt: „Und? Was hab ich damit zu tun?“

Die Taxifahrer des Web sind übrigens die Short-URL-Services: im Handumdrehen wird aus mehrzeiligen Adressmonster ein transportabler Buchstabenhaufen. Doch was, wenn die eigene URL eh schon kurz ist, die Homepage bloß aus statischem HTML besteht und man den Eindruck erwecken möchte, eine Datenbank im Hintergrund laufen zu haben, die mindestens so komplizierte URLs verwendet wie die Kronenzeitung? Ganz einfach: der Even more long URL service von Yep it macht zB aus datenschmutz.net im Handumdrehen
yep.it/go.php?kmky6i9jtd3rw2ab2xt5v4ekt9qvbtn8xocbloz9vqc9j9qk
ql8d1gn7acehw44hg3r6wlsnhdsokxxj2se0ul9geb76au617t04zfjvia8q
mo17lf87vrwu9avyg491255g5itn2vhxlm2xwyq4vvl594lfogrk76oy5st
vl2jqrzgt5hqf5vd4samahbvxy6z72iif5n32icyq7iyo2tp44jvg

Fuckhead Werkschau

An zwei Arten von Personen richtet sich eine neu erschienene DVD: jene, die mindestens eine der legendären Band-Performances miterlebt haben, und jene, die Fuckhead trotzdem unbedingt kennen lernen sollen. Neue Medien machen’s möglich, Lebensfrische enthält unter anderem:

…a compilation of live recordings, albums, images and videos (documentary and computer generated, the latter by vocalist didi bruckmayr and bass player michael strohmann). amongst these powerful pieces a documentary of the live show at london meltdown festival 2000 curated by scott walker can be found as well as the long out of print ‚the male comedy‘, originally released on mego in 1998. Fuckhead are fresh!!

Ins Fangnetz gegangen

Der erste datenschmutz Beitrag hat’s vergangene Woche ins Fangnetz der Presse geschafft, Jumpover in den Print… davon träumt ja bekanntlich jeder Blogger. Zum Hintergrund des Remix-Projekts: Info. Dankeschön, ich fühle mich geehrt. Und war nachgerade verblüfft ob der hitzig geführten Diskussion um die Statthaftigkeit des Vorgehens, die mindestens einen eigenen Beitrag verdient hat – der folgt asap.

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