Buchverlosung: Die Googlefalle

googlefallecoverLiebe Wochenend-LeserInnen, bleiben Sie entspannt – liebe mobile UserInnen, bitte halten Sie Ihr Handy gut fest, denn es folgt ein besonderes Sonntagszuckerl : ich verlose 1 Exemplar von Gerald Reischls Die Googlefalle. Der IT-Ressortleiter der österreichischen Tageszeitung Kurier rückt in seinem umfassend recherchierten Portrait die bei weitem populärste Suchmaschine der Welt allerdings in kein günstiges Licht, sondern stellt eine brisante Frage: welche datenschmutztechnischen und sonstigen Gefahren gehen von der beispiellosen Monopolstellung Big G’s aus?

Bloßes Kommentieren reicht nicht, diesmal gibt’s nämlich eine Gewinnfrage: Welche Daten überträgt Google Analytics? Der Gewinner oder die Gewinnerin bekommt von mir die Hardcover-Ausgabe zugeschickt. Eine „richtige“ Antwort gibt’s natürlich nicht (was man Geralds Buch ebenfalls entnehmen kann), daher gewinnt der (völlig subjektiv) absurdeste Beitrag den Hauptpreis. Das Gewinnspiel dauert 1 Wochen, endet also am kommenden Sonntag, dem 3. August 2008, es gelten die datenschmutz Gewinnspiel Teilnahmebedingungen.

Trostpreis Eintrag im Linkverzeichnis

Jede/r, der eine (ebenfalls *extrem* subjektiv) besonders originelle Antwort gibt und sein Blog oder seine Homepage angibt, bekommt einen Platz im datenschmutz Linkverzeichnis (Pagerank 4) (ausgenommen natürlich „Bad Neighbourhood Kandidaten“).

In die Googlefalle stolpern

Über die Googlefalle: Gerald Reischl betreibt ein gleichnamiges Blog, das auch in Englisch verfügbar ist. Wer sich immer schon mal Sorgen gemacht hat über die immer beängstigendere Vormachtstellung Googles (neben dem Online-Bereich streckt die börsennotierte Firma ja schon längst ihre Finger nach (amerikanischen) „alten“ Medien aus) sollte öfter mal einen Blick reinwerfen: Gerald untermalt die zentrale These seines Buches, dass Google ein supranationaler, unkontrollierbar Moloch geworden ist, der sich von keiner Kontrollinstanz in die Karten schauen lässt, mit beeindruckenden Zahlen – etwa zu Big G’s Marktanteilen in verschiedenen Ländern.

Längst ist Privacy-Schützern die Google-typische Intransparenz, die Datensammel- und Speicherwut des Marktführers, zu viel geworden. Jene genauen Nutzungsdaten, auf die diverseste Regierungen so gerne unbeschränkten Zugriff haben – Google hat sie zur freien Verfügung, und keiner weiß, was genau damit gemacht wird. Dass das Thema Datenschutz in der öffentlichen Debatte inzwischen eine gravierende Rolle spielt, zeigt etwa die Unruhe, die der deutsche „Bundestrojaner“ auslöste: das Problembewusstsein sein da, Google jedoch wird von den wenigsten Usern als Bedrohung empfunden – ganz im Gegenteil: aber diese Fehleinschätzung ändert sich nach der Lektüre der Googlefalle mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit.

22 Antworten
  1. peter.e says:

    natürlich überträgt und speichert google analytics „alle daten“ :smile: seit einem firmawareupdate ist es auch möglich lokale webcams u.ä. auszulesen um sich besser auf seine besucher einzustellen können z.B. schnappschüsse eben dieser erstellt werden. diese kommen dann automatisch locker flockig als anlage mit dem wöchentlichen report … hauptsächlich interessant ist das neue „feature“ für personalisierte werbung. :evil:

  2. Tapedeck says:

    Google überträgt alle Daten an die man auch nur denkt, denn Chuck Norris arbeitet im geheimen für Google und Chuck Norris weiß alles! Was für ne Frage…nee, nee, nee ^^

  3. ritchie
    ritchie says:

    Hehe… ui ui ui. Das wird verdammt schwierig mit der Preisvergabe schon nach den ersten 2 Einträgen!!!

  4. Neologism says:

    Ich sag’s mal so:

    Neben der von anderer Analysesoftware bekannten Funktionen wie Herkunft der Besucher, Verweildauer und Suchbegriffe in Suchmaschinen bietet Google Analytics eine Integration in die Benutzeroberfläche von Google AdWords und erlaubt so eine bessere Erfolgskontrolle von AdWords-Kampagnen. Google Analytics stellt eine Weiterentwicklung von Technik der Firma Urchin dar, die im März 2005 von Google Inc. übernommen worden war… :mrgreen:

  5. Julian D. says:

    Also Google analytics speichert bei weiblichen Nutzern aufgrund des klickverhaltens wann weibliche Benutzer Ihre Tage haben

  6. Andreas says:

    Da ich unbedingt an diesem Gewinnspiel teilnehmen will, dieser Artikel aber aus unerfindlichen Gründen erst jetzt – im Jahr 2028 – in meinem Feedreader auftaucht :evil:, habe ich keine Kosten und Mühen gescheut um mit Hilfe des abgewandelten QFT/TCP (Quantum Flux Tunelling Transmission Control Protocol), unter Umgehung von TimeKarma, diesen Kommentar hier zu hinterlassen.
    Google Analytics gibt es schon einige Jahre nicht mehr, es wurde 2016 umbenannt in Google LifeLog, was ja auch verständlich ist, da es uns den ganzen Tag begleitet. Ich glaube es fing damals in eurer Zeit an, als Google Android eingeführt wurde und man mit den damals „Handys“ genannten, persönlichen Assistenten (PA) ständig mit dem „Internet“ verbunden war. Anfangs waren die auf den Fusswegen eingeblendeten und mitwandernden Adsense-Anzeigen noch ungewöhnlich, aber dank der umfangreichen Lebensanalysedaten eines jeden, auch wirklich passend. Positiv hat sich später auch die ständige Erfassung und Auswertung der medizinischen Daten durch Google LifeLog gezeigt. Die Bounce-Rate konnte durch gezielte Ratschläge und Maßnahmen weiter verringert werden, wodurch die durchschnittliche Lebenserwartung auf 112 ansteigen konnte. Als Google TiSPeingeführt wurde, haben viele noch gelacht, aber durch die Integration von Google LifeLog, hat sich auch dies bei der Erkennung von Magen/Darm-Erkrankungen und falscher Lebeneinstellung sehr ausgezahlt…
    Ach ja, auch wenn euch dieser kleine Einblick in die Welt von 2028 befremdlich vorkommt, die komplette Erfassung hat auch viel Gutes: durch die ständige Erfassung sämtlicher Lebens Daten braucht man Blogeinträge nicht mehr selbst verfassen! Das System erledigt dies automatisch – und Bookmarks werden heut‘ zu Tage aufgrund von Emotionanalyse und Neuroschnittstelle sowieso automatisch gespeichert. :smile:

  7. Anatoli says:

    also durch google analytics kann china die einwohner auf die tätigkeit von sex überprüfen und kontrollieren … damit das „ein-kind-system“ eingehalten wird

  8. taz says:

    Bevor Google Analytics 2016 in GoogleLifeLog umbenannt wurde (Details s.o.) war der Öffentlichkeit lange nicht bewusst, was dieser Dienst alles neben „Herkunft der Besucher, Verweildauer und Suchbegriffe in Suchmaschinen“ überträgt.
    Seit der Übernahme von Urchin hat Google den Dienst Google Analytics ständig ausgebaut und erweitert, um noch bessere Nutzerprofile anlegen zu können und zielgerichtetere Werbung schalten zu können. Kooperationen mit Hardwareherstellern waren da nur ein logischer Schritt.

    Bis heute weitgehend unbekannt ist die Kooperation von Google mit Microsoft Hardware und Logitech. Seit Anfang 2007 enhalten alle USB-Tastaturen dieser beiden Firmen Chips, die bei aktiver Internetverbindung mit Google kommunizieren. Sensoren innerhalb des Tastaturfeldes analysieren im Minutentakt Essensreste, Brösel, Getränkespuren, Haare und Ohrenschmalz, die die Benutzer der Tastaturen zwischen die Tasten fallen lassen.

    Durch die Analyse werden umfassend die Essgewohnheiten von heavy Internetusern erfasst und für die Anzeigen von GoogleAdsene verwendet.
    Wenn man nun heute beim Besuch einer Pornoseite verwundert ist über Werbung für Cornflakes – das ist kein Fehler, das ist Wissen!

  9. Anton Trapp says:

    Die Personendaten, die Google sammelt sind eigentlich völlig unrelevant. Interessant ist das für Google nur durch die GPS Verknüpfung mit Google Maps. Damit kann Google feststellen wer sich wann wo aufhält. Warum?
    Ich bin mir zu 100% sicher, dass die Google-Gründer versteckte Scientology Anhänger sind und nur darauf warten, dass die Reinkarnation von Xenu, dem galaktischen Herrscher, der vor 75 Millionen Jahren unser Leben beeinflusste in einem Raumschiff einen Abstecher in eine andere Galaxis durchführt. Mittes Google Maps können Sie dann seinen Ursprungsplaneten tracken und mit den Analytics-Daten haben sie dann seine versteckte Identität auf diesem Planeten!

    Beste Grüße :mrgreen:

  10. Christoph@LG says:

    Google Analytics überträgt natürlich Radiowellen (und Manchmal auch Microwellen), dass kann man doch eindeutig sehen, wenn man da mal draufklickt.

    Saisonbedingt übertragen sie auch mal einen Querschnitt durch die Bergwertung der Tour de France. Bei solchen Erheblichen Anstiegen wird Lance der Arm Strong und der Blogger freut sich.

    Der grün-orange-blaue Fußball unten links ist dazu da um die jüngeren Nutzer zu motvieren. Den bekommen sie aber erst, wenn sie auf der Karte links bewießen haben, dass sie ihre Geografie Hausaufgaben gemacht haben. Macht ja auch Sinn.

    Das mit Chuck Norris ist natürlich Käse, ein jede weiss doch: Chuck Norris arbeitet nicht für Google, Google arbeitet für Chuck Norris, den Chuck arbeitet für niemanden. Wer sowas behauptet bekommt sofort einen Roundhousek(l)ick.

    Ich empfehle mich!

    • Gerald Reischl says:

      also matthias, abgesehen davon, dass ich reischl heiße….nehme mal an, dass das einfach ein tippfehler war und keine ungenauigkeit….
      googlefalle hat kein ga, reischl.com ja, aber nur, weil ich wissen will, wissen muss, wie ga arbeitet. es kommt ohnehin bald weg….oder soll ich über etwas schreiben, was ich nur theoretisch kenn….wär doch unseriös etwas aus der ferne zu kritisieren…oder?
      und zu ihrer feststellung, dass da mMn nix Neues drinnen steht….für das gros der normalen web-user allerdings schon….für freaks und jene, die mit dem web, im web leben, vielleicht weniger….obwohl mir auch solche „insider“ bestätigen, dass es erstmals eine sinnvolle und interessante zusammenfassung der google-erkenntnisse war…aber ich weiß: kritisieren kann man immer und überall….

    • Gerald Reischl says:

      und dann fällt mir natürlich noch was ein….
      abgesehen davon, dass man ohne sich etwas herunter laden zu müssen, nachsehen kann, ob eine site google analytics integriert hat – einfach http://www.ontraxx.net anwählen und gewünschte adresse eintippen -, versteh ich natürlich auch, warum matthias funk auch ein bisschen persönlich verärgert ist – ich habe ja die google-pr-sendung „puls 4 google trends“ kritisiert….und da ist es freilich nicht verwunderlich, dass der leiter intermedia von sevenonemedia, zu der ja puls 4 gehört und der matthias funk heißt, mit google-kritik seine probleme hat….immerhin liefert ja ga die daten für google trends…anyway

      • ritchie
        ritchie says:

        GA liefert laut Aussage von G aber nicht die Daten für Trends… sondern das Searchvolume. Das Service ist weit interessanter als Analytics, weil dazu gibt’s genügend Alternativen, zu Trends aber gar keine mehr (mittlerweile), außer super-teure Nielssen-Ratings.

      • Matthias says:

        Lieber Herr Reischl,

        danke für die Rückmeldung.

        zu ihren anmerkungen:

        richtig, ich leite den online-bereich von sevenone und schätze die google services wie GA privat und beruflich.

        auch im vergleich mit anderen anbietern [zb omniture sitecatalyst] sehe ich GA als das benutzerfreundlichste und als eines der ausgereiftetsten tools an. ich bin auch überzeugt, dass der großen mehrheit der GA user durchaus bewusst ist, dass die Daten im Hintergrund miteinander verbunden werden. dies birgt natürlich gefahren – es ist aber mMn eine sache der wettbewerbshüter dies zu kontrollieren – ein google bashing in der breiten masse ist mMn nicht sinnvoll. wohl aber das öffentl. hinweisen auf das kritische hinterfragen der google praxis, sodass sich jeder einzelne user bewusst ist welche daten er preisgibt und welche nicht.

        @ tv sendung: mit der sendung puls 4 google trends habe ich beruflich [leider :wink: ] nichts zu tun. dies wird von unserer redaktion gemacht. die daten, die sie hier ansprechen sind jedoch nicht von GA sondern werden von Google direkt zur verfügung gestellt. der service ist mit google hot trends, der in amerika offen ist vergleichbar.

        persönlich bin ich der ansicht, dass dieses verlinken einzelner datenströme durchaus eine hohe gefahr birgt und dies – wie oben angesprochen einer kontrollinstanz insb. datenschutztechnisch bedarf. andererseits trägt diese zusammenführung von einzelnen webservices zur sehr hohen innovationsgeschwindigkeit des internets bei, die schlussendlich uns allen zugute kommt. und eben dieser hinweis fehlt mir bei ihrem google diskurs.

        VG Matthias Funk

  11. Stephan Schmutz says:

    Google Analytics sollte mir Deine Domain übertragen, denn der einzig wahre Schmutz bin ich!

    Grüße, S. Schmutz, der stolz auf seinen Namen ist…

  12. ritchie
    ritchie says:

    Gewinnspiel beendet

    Vielen Dank für die zahlreichen köstlichen Antworten – das Gewinnspiel ist hiermit beendet – ich werde am Wochenende wohl das Los zu Hilfe nehmen müssen…

  13. ritchie
    ritchie says:

    Gewinnspiel beendet

    Allen TeilnehmerInnen herzlichen Dank für die ausführlichen Antworten – der unbarmherzige Zufallsgenerator kam mir zu Hilfe, das Buch geht an Andreas – die Eintragungen ins Linkverzeichnis folgen in den nächsten Tagen.

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